Puno

Puno ist die Hauptstadt der Region Puno mit 125.000 Einwohnern und liegt 3.800 m hoch am Ufer des Titicaca-Sees im Süden von Peru. Sie wurde am 4. November 1688 vom Vizekönig Pedro Fernández Castro Andrade, dem Conde de Lemos, gegründet. Puno ist auch unter dem Namen „Ciudad de Plata“ (dt. die Stadt des Silbers) bekannt. Der Name stammt aus früheren Zeiten, in denen die Silberminen Punos zu den ergiebigsten Perus gehörten.

 

Geographie und Klima

Die Stadt Puno liegt direkt am Titicaca-See und das kalte, halbtrockene Klima wird maßgeblich durch diesen beeinflusst. Die Regenzeit beginnt im Oktober und endet Ende April. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 14 °C und 3 °C.

 

Verkehr

Puno ist Endstation der Peruanischen Südbahn (Ferrocarril del Sur) von Matarani mit Verbindung nach Cusco. Der reguläre Personenlinienverkehr auf der Bahnstrecke nach und von Arequipa ist mit Ausnahme eines Charterverkehrs eingestellt (Quelle www.perurail.com). Der Nahverkehr mit Zügen wurde zugunsten der bequemeren und schnelleren (Fern-)Buslinien 1999 eingestellt. Zahlreiche Fernbuslinien verbinden Puno mit dem Rest des Landes. Der nächste Flughafen liegt in Juliaca, etwa 50 km entfernt.

Puno besitzt auch einen Hafen, von dem aus vor allem Handels- und Personentransporte zu den verschiedenen Inseln auf dem Titicaca-See und in die benachbarte Republik Bolivien gemacht werden.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten,

Puno ist ein bei Touristen beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln im Titicaca-See und anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Neben den echten Inseln im Titicaca-See existieren auch die schwimmenden Inseln der Urus; hierbei handelt es sich um künstliche, aus Schilfgras hergestellte Inseln, auf denen noch heute rd. 2.000 Uro-Indigenos leben.

Die Kathedrale ist eine römisch-katholische Kirche und wurde im 17. Jahrhundert an der Plaza Mayor (Hauptplatz) im spanischen Barock-Stil erbaut. Die Vorderseite wurde von dem peruanischen Bildhauer Simón de Asta mit dekorativen Elementen aus der regionalen Tier- und Pflanzenwelt geschmückt. Im Inneren der Kirche mischt sich der spanische Barock mit Elementen der andinen Kultur.

Arco Deustua Ein aus Stein gebauter Bogen, der zur Erinnerung an die Patrioten, die im Kampf für die Freiheit Perus ums Leben gekommen sind, gebaut wurde.

Balcón del Conde de Lemus (dt. Der Balkon des Herzogs) Dieses Bauwerk war eines der ersten in Puno und wurde nach der Gründung der Stadt im Jahr 1668 errichtet. Geschichten zufolge wohnte der Vizekönig Pedro Antonio Fernández de Castro in dem Haus, um einen regionalen Aufstand niederzuschlagen. Heute befindet sich eine Galerie und die Niederlassung des Nationalen Kulturinstituts in dem Haus.

„Casa del Corregidor“
Anhöhe Huajsapata
Aussichtspunkt „Kuntur Huasi“
Aussichtspunkt „Puma Uta“
Marktstände am Hafen sowie der tägliche Markt in der Stadt, in dem vor allem Einheimische ihren Geschäften nachgehen.
Sillustani, Grabtürme aus dem 13. bis 14. Jahrhundert der Kolla-Kultur; etwa 30 km westlich von Puno

Das Reserva Nacional del Titicaca umfasst ein weites Schilfgebiet vor Puno. Bootsführungen zeigen Besuchern die Naturschönheit des Sees.

 

Städtepartnerschaften

[Bolivia] La Paz (1984), Bolivien
[Bolivia] Santa Cruz de la Sierra (1989), Bolivien

 

Schulpartnerschaft

Die Mädchenschule "Colegio Santa Rosa" hat eine Schulpartnerschaft mit dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Osnabrück. Diese Partnerschaft besteht seit über 20 Jahren und dient dem interkulturellen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern in Deutschland und Peru. In regelmäßigen Abständen besuchen sich Delegationen der Schulen gegenseitig, um die Partnerschaft lebendig aufrechtzuerhalten.

 

Persönlichkeiten

Edgar Valcárcel (1932–2010), Komponist
Teodoro Valcárcel (1900–1942), Komponist

 

Foto: Abel Sanchez Ramirez

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