Puerto Maldonado

Puerto Maldonado ist eine Stadt im südöstlichen Peru und Hauptstadt der Region Madre de Dios. Sie hat 50.661 Einwohner (2005). Sie ist nach dem Entdecker Faustino Maldonado benannt, der 1860 eine Expedition in das peruanische Amazonastiefland leitete und 1861 dort verschollen blieb.

 

Lage

Puerto Maldonado liegt im Tropenwald des Amazonas-Tieflandes, 55 km westlich der Grenze zu Bolivien, am Zufluss des Tambopata in den Río Madre de Dios, einem Amazonas-Nebenfluss. Bei Puerto Maldonado kreuzt eine Fähre den Fluss, welche die Hauptstraße von Cuzco mit den peruanischen Städten San Lorenzo, Iberia und Iñapari verbindet.

 

Wirtschaft

Die ursprüngliche Gründung der Siedlung geht auf die Gewinnung von Kautschuk zurück, aber die Zeit der Kautschukgewinnung ist lang vorüber. Heute lebt die Stadt in erster Linie vom Holzeinschlag, vom Goldwaschen, dem Sammeln von Paranüssen, dem Bootsbau und dem Ökotourismus, Letzterer vor allem über den Flughafen "Padre Aldamiz" und über die neue Straßenanbindung Interoceanica Sur, über die Cusco in gut 6 Stunden erreichbar ist.

Durch die neue Straßenanbindung ist die Bevölkerung im Umland stark gewachsen und es sind diverse illegale Siedlungen entstanden. Die Goldwäscherei hat neuen Auftrieb erhalten und wird nun in großem Umfang praktiziert. Das Gold wird entweder aus dem Flussbett gewaschen oder aus Sedimentablagerungen gewonnen. Dabei wird auch das Amalgamverfahren eingesetzt, bei dem das Gold mit Quecksilber gebunden wird, wobei die Umgebung verseucht wird. Der Holzeinschlag hat nach einer früheren Reduktion ebenso wieder zugenommen, neben einem holzverarbeitenden Betrieb in Puerto Maldonado sind in der Umgebung weitere entstanden.

Kürzliche Änderungen im EU-Außenrecht haben hunderte von Nusssammlern und den örtlichen Verarbeitungsbetrieb vom Import in die EU abgeschnitten. Die örtliche Wirtschaft fußt heute auch auf dem Ökotourismus und dem Bau von Booten, mit dem die Touristen transportiert werden.

 

Naturschutzgebiete

Nahe der Stadt liegen der Nationalpark Manú und der Tambopata-Candamo-Nationalpark, außerdem der Nationalpark Bahuaja Sonene. Diese Naturschutzgebiete gehören zu den wenigen noch unberührten Primärwäldern des Regenwaldgürtels dieser Erde. Die Naturschutzgebiete werden durch eine Reihe von Übernachtungsplätzen für Touristen erschlossen, die nur mit dem Boot zu erreichen sind.

 

Klima

Das Klima ist warm und feucht über das ganze Jahr, die Regenzeit dauert von Oktober bis April.

 

Foto: Torsten Peters

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