Iquitos

Iquitos ist mit über 400.000 Einwohnern (Schätzung 2011) die größte Stadt im tropischen Regenwald des südamerikanischen Anden-Staates Peru und die Hauptstadt der Region Loreto sowie der Provinz Maynas. Die Stadt ist per Straße von der Außenwelt abgeschnitten und nur mit dem Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas zu erreichen. Sie liegt 125 km unterhalb des Zusammenflusses der beiden Hauptquellflüsse des Amazonas, Río Ucayali und Río Marañón.

 

Im Stadtteil San Juan Bautista liegt der internationale Flughafen Coronel FAP Francisco Secada Vignetta.

 

Geschichte

 

Die Stadt wurde um 1750 als Mission der Jesuiten gegründet. Ursprünglich war sie eine Verteidigungsbastion gegen Indios, die sich nicht bekehren lassen wollten. Die kleine Siedlung mit 1500 Einwohnern überlebte bis zum Ausbruch des Kautschukbooms, der zwischen 1870 und 1880 einsetzte. In den nächsten 30 Jahren entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der Kautschukgewinnung und des -handels. Die Indios wurden wie Sklaven behandelt, während die Kautschukbarone immer reicher wurden. Der Boom endete genauso schnell wie er begonnen hatte, als es einem Briten gelang, Samen der Kautschukpflanze aus Brasilien zu schmuggeln. In Malaysia wurden daraufhin Plantagen errichtet, deren Kautschuk wesentlich billiger und leichter zu ernten war. Jahrzehntelang rang Iquitos ums Überleben. Die Versuche, die Wirtschaft über den Anbau von Tabak und Bananen anzukurbeln, scheiterten, wie auch die Ideen, den Barbasco (ein giftiges Gebräu, das die Indios zum Fischfang verwendeten) als Insektizid einzusetzen oder exotische Tiere an Zoos in aller Welt zu verkaufen.

 

Im Jahre 1900 wurde Iquitos zum Sitz einer Apostolischen Präfektur, die 1921 zum Apostolischen Vikariat erhoben wurde. Seit 1945 heißt es Apostolisches Vikariat Iquitos.

 

Die Entdeckung von Erdöl und dessen Förderung sowie die Holzwirtschaft ließen Iquitos seit Anfang der 1960er Jahre zur modernen Stadt werden. Seit den 1980er Jahren entwickelt sich der Tourismus ebenfalls zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Zu besichtigen sind die restaurierten Häuser aus der Boomzeit mit ihren Jugendstilfassaden. Darüber hinaus ist Iquitos ein Ausgangspunkt für Touren in den Regenwald. Die gesamte Umgebung von Iquitos ist heute erschlossen, und „echter“ Dschungel ist im Umkreis von fast 100 Kilometern nicht mehr zu erleben. Das Naturschutzgebiet Pacaya-Samiria ist ein beliebtes Ziel des Ökotourismus.

 

Distrikte

 

Die Stadt Iquitos ist in vier Distrikte unterteilt:

Iquitos
San Juan Bautista
Punchana
Belén

 

Klima

 

Da Iquitos nahe am Äquator liegt, herrscht dort ein tropisch-regnerisches Klima, mit Temperaturen von 20 °C bis 36 °C. Die Durchschnittstemperatur beträgt 28 °C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

 

Straßenverkehr

 

Straßenverbindungen bestehen ausschließlich in einem inselartig vom Urwald eingeschlossenen Gebiet. So ist das ca. 100 km südlich gelegene Nauta oder das nördlich am Río Napo gelegene Mazán über eine Straße erschlossen.

 

Iquitos in Film und Literatur

 

1981 drehte Werner Herzog hier seinen Film Fitzcarraldo mit Klaus Kinski in der Hauptrolle, der die typische Urwaldatmosphäre gut einfängt. Einen besonderen Akzent setzte Herzog mit dem Einsatz des einheimischen Laiendarstellers Huerequeque.

Der 2010 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete peruanische Autor Mario Vargas Llosa setzte der Stadt Iquitos bzw. der Provinz Loreto mit seinen Romanen La casa verde (deutscher Titel: Das grüne Haus) und Pantaleón y las Visitadoras (deutscher Titel: Der Hauptmann und sein Frauenbataillon) ein zeitloses Denkmal.

 

Sport

 

Am 19. Februar 2007 erreichte der Slowene Martin Strel im Rahmen seiner Amazonas-Durchschwimmung die Stadt. Der Ultra-Langstreckenschwimmer begann seine Durchschwimmung am 1. Februar 2007 im peruanischen Atalaya und beendete sie am 7. April 2007 im brasilianischen Belém. Die gesamte zurückgelegte Strecke beträgt 5268 Kilometer.

 

Sehenswürdigkeiten

 

Auf der Plaza de Armas steht die imposante Kirche von Iquitos. Das katholische Gotteshaus ist zugleich auch das höchste Gebäude der Stadt. An der östlichen Ecke der Plaza de Armas steht die Casa de Hierro, das Eisenhaus, ein nur aus Metall gebautes Gebäude, das der französische Architekt Gustave Eiffel entworfen hat.

Der Stadtteil Belén (dt.: Bethlehem) am Amazonasufer ist zum Teil auf Stelzen gebaut. Hier wohnen die verarmten Indios der Stadt.

 

Kulinarische Besonderheiten

 

Die Küche von Iquitos ist durch die besondere Lage der Stadt am Amazonas bzw. im Amazonasbecken geprägt und bietet daher, außer den üblichen peruanischen Speisen und einer großen Vielfalt tropischer Früchte, einige besondere Speisen: Fischgerichte, Paiche (Arapaima) oder den Piranha (Piranhas) gibt es in vielen Variationen. Kochbananen und Yuca (Maniok) werden als Beilage angeboten, aber auch als ein Tacachos genanntes Zwischendurchgericht. Man bekommt auch - meist gegrillt - Alligatoren, Suri-Maden (Larve einer Art der Rüsselkäfer) vom Holzspieß und verschiedene Insekten, vorzugsweise Ameisen. Bei Einheimischen beliebt sind Schildkröten und Schildkröteneier.

 

Ureinwohner

 

Die Situation der indigenen Einwohner, Nachfahren der Indio-Stämme am Amazonas, ist durch Bodenexploration, Rodung der Wälder und Tourismus prekär. Auch Schmuggel und Grenzkonflikte zu Ecuador schränken den Lebensraum der Indios immer weiter ein. Die CETA, ein Zentrum zur Kultivierung der indigenen Sprachen und Kultur unter dem Jesuitenpater Joaquin Garcia Sanchez gibt den Ur-Einwohnern Stimme und Hilfe.

 

Söhne und Töchter der Stadt

 

Simone Breton (1897–1980), französische Frauenrechtlerin und Galeristin
Mario Peña (1952–2008), peruanischer Politiker

 

Bild: Osmary Sanchez Ramirez

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