Cusco

Cusco (außerhalb Perus in der Regel Cuzco; auf Quechua Qusqu oder Qosqo; auf Deutsch historisch auch Kusko) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region Cusco und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3,416 m Höhe und hat 348.935 Einwohner (2007). Sie ist Sitz des Erzbistums Cuzco und einer Universität. Die historische Bedeutung als Hauptstadt des Inkareiches, die vorkolonialen und kolonialen Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten in der Stadt und ihrer Umgebung und die Lage inmitten der Anden machen sie zum Anziehungspunkt für viele Touristen.

 

1983 wurde die andine Stadt in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen. Cusco ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge zu der etwa 100 Streckenkilometer entfernten, lange verborgenen Inkastadt Machu Picchu.

 

Name

 

Der Name der Stadt ist Quechua (Qusqu, Aussprache: ['qos.qɔ]). Dem Wort wird oft die Bedeutung „Nabel der Welt“ oder „Mitte der Welt“ zugeschrieben. Möglicherweise stammt es ursprünglich aus dem Aymara und ist durch eine Verkürzung aus der Benennung qusqu wanka („Felsen der Eule“) entstanden. Laut einem Gründungsmythos der Stadt ließ sich ein geflügeltes Wesen am Ort der späteren Stadtgründung nieder und wurde dort in Stein verwandelt.

 

Auf Spanisch wurde der Name in der Schreibung Cuzco, Cozco oder Cusco verschriftlicht. Die üblichste Schreibweise innerhalb Perus ist heute Cusco, im restlichen spanischen Sprachgebiet Cuzco. Im Jahr 1976 wurde auf Anordnung des Bürgermeisters Cusco als amtliche Schreibweise angeordnet. Am 23. Juni 1990 wurde auch eine Änderung der Schreibung auf Quechua beschlossen, um sie der in Cusco üblichen Quechua-Varietät und Orthographie anzunähern. Für auf Quechua abgefasste Dokumente der Stadtverwaltung ist seither die Schreibweise Qosqo vorgeschrieben.

 

Neben der im Spanischen und Englischen allgemein üblichen Schreibweise Cuzco wird heute im Deutschen auch nicht selten die peruanische Schreibweise Cusco verwendet. Auf der traditionellen Schreibweise beruht hingegen der IATA-Code CUZ für den Flughafen Cusco.

 

Geschichte


Inka-Zeit

 

Der Sage nach gründete der erste Inka Manco Cápac, der Sohn der Sonne, mit seiner Schwester Mama Ocllo die Stadt. Zuvor soll die Gegend von den Tampu, einem Volk der Quechua-Indianer, bewohnt gewesen sein. Mit Sicherheit gehörte sie zum Einflussgebiet der Wari-Kultur, deren Machtzentrum im 11. Jahrhundert verfiel. Basierend auf der traditionellen Liste der 12 Inkaherrscher wurde die Gründung Cuscos meist in das 11. oder 12. Jahrhundert europäischer Zeitrechnung datiert, wofür es außer den sagenhaften Überlieferungen aber keine Anhaltspunkte gab.

 

Archäologisch wird die Entwicklung der Siedlung zu einem herausragenden urbanen Zentrum heute etwa in der Zeit zwischen 1250 und 1310 angesetzt, als eine regionale Trockenphase zur Intensivierung der Landwirtschaft zwang und ein starker Bevölkerungszuwachs stattfand. Gegen Ende dieser Phase besaß die Stadt eine Ausdehnung von ca. 50 Hektar, etwa fünfmal mehr als vergleichbare Ansiedlungen in der weiteren Umgebung. Spätestens zu dieser Zeit hatte auch die Expansion des Inkareichs begonnen.

 

Die Stadt bestand aus zwei Stadthälften, Ober-Cusco (Hanan Qusqu) und Unter-Cusco (Urin Qusqu). Die ersten fünf Inka-Herrscher, die den Titel Sinchi („Kriegsherr“, eigentlich „stark“) trugen, herrschten von Unter-Cusco aus, die nachfolgenden Herrscher mit dem Titel Sapa Inka residierten in Ober-Cusco. Genauere Überlieferungen gibt es erst seit der Zeit des 9. Inka, Pachacútec Yupanqui. Während seiner Regierung, die gewöhnlich nach der in den 1940er Jahren von John Rowe etablierten Chronologie von 1438 bis 1471 datiert wird, erweiterte er das Inkagebiet in den Zentralanden vom Titicacasee bis nach Junín. Das Reich wurde nach den vier Himmelsrichtungen in vier Teile eingeteilt (auf Quechua Tawantinsuyu, tawa – vier, suyu – Land), seine Flagge war die Regenbogenfahne (Wiphala). Auch in Cusco, dem Zentrum des Reiches, entsprach jedem dieser Reichsteile ein Stadtviertel. Diese Vierteilung war möglicherweise auch im Andenkreuz dargestellt, das Loch in der Mitte könnte die Hauptstadt Cusco repräsentieren.

 

Pachacútec ließ in der Umgebung landwirtschaftliche Terrassen (Inka-Terrasse) zum Anbau von Mais errichten, um damit die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Kanäle zu den Flüssen Saphi (Quechua: „Wurzel“) und Tullumayu („Knochenfluss“), die durch die gesamte Stadt führten, versorgten die Einwohner mit frischem Wasser und hielten die Stadt sauber. Außerdem ließ er als imperiales Identifikationszentrum in Cusco den Sonnentempel Inticancha errichten, der mit unvorstellbaren Mengen an Goldschmuck ausgestattet war.

 

Túpac Yupanqui übernahm als 10. Inka die Herrschaft des Reiches von seinem Vater. Unter seiner Führung erreichte das Inkareich die größte Ausdehnung. Durch unterschiedliche Einverleibungsmethoden konnte er das Reich im Norden bis nach Quito im heutigen Ecuador und im Süden bis in die Gegend des heutigen Santiago de Chile ausdehnen. Östlich der Anden reichte das Südviertel des Inkareichs unter seiner Herrschaft mindestens bis zu der Kultstadt Samaipata im heutigen Bolivien. Das Ostviertel des Reiches stieß unter ihm oder seinem Nachfolger bis zu dem Fluss Guaporé im heutigen bolivianisch-brasilianischen Grenzgebiet vor. Hohe Würdenträger der unterlegenen Volksgruppen wurden nach Cusco geschickt und dort ausgebildet und anschließend mit wichtigen Verwaltungsfunktionen in ihren Heimatregionen betraut, was zur Entwicklung und Verbreitung einer einheitlichen imperialen Inkakultur beitrug.

 

Huayna Cápac, der 11. Inka, übernahm das Reich wenige Jahrzehnte vor der Ankunft der Spanier und trieb die Expansion besonders im Norden voran. Er hielt sich lange in Quito auf und machte es zu einer zweiten, mit Cusco konkurrierenden Hauptstadt. Kurz vor seinem Tod (um 1525) soll er das Reich zwischen seinen Söhnen Atahualpa und Huáscar aufgeteilt haben. Atahualpa erhielt die nördliche Region und residierte in Cajamarca, während Huáscar den südlichen Teil mit Cusco als Regierungssitz behielt. Die folgenden Jahre waren von einem bürgerkriegsartigen Konflikt zwischen den beiden Halbbrüdern geprägt. 1532 unterlag Huáscar seinem Bruder, der über die kampferprobteren Truppen aus dem nördlichen Territorium und kriegserfahrene Generäle verfügte. Huáscar wurde gefangen genommen und später hingerichtet. Atahualpa, nun der uneingeschränkte Herrscher über das Inkareich, hielt sich von Cusco fern und setzte seinen General Quisquis als dortigen Statthalter ein. Die Familie und die Anhänger seines Bruders ließ Quisquis 1533 in einer grausamen Verfolgung, der praktisch der gesamte cuzquenischen Inkaadel zum Opfer fiel, töten.

 

Kolonialzeit und Niedergang

 

Am 16. November 1532 nahm Pizarro Atahualpa in der sogenannten Schlacht von Cajamarca gefangen und ließ ihn nach mehrmonatiger Geiselhaft töten. Anschließend zog er mit einem Heer aus Konquistadoren und indianischen Hilfstruppen gegen Cusco. Er erreichte die Hauptstadt am 15. November 1533 und konnte sie kampflos besetzen, da Quisquis das Gebiet fluchtartig verlassen hatte und die Bevölkerung keinen Widerstand leistete. Cusco blieb zunächst weitgehend unzerstört und wurde von den Spaniern ausgeplündert. Pizarro ließ unermessliche Mengen von Gold und Silber nach Cajamarca transportieren, einschmelzen und nach Spanien verschiffen. Tempel und Paläste wurden von den Konquistadoren in Besitz genommen oder abgerissen, um Baumaterial zu gewinnen. Pizarro erhob Manco Cápac II., einen weiteren Halbbruder Atahualpas und Huáscars, als Marionettenherrscher auf den Inka-Thron und ließ ihn in der Stadt festsetzen.

 

Francisco Pizarro verließ Cusco 1535 endgültig und setzte seine Brüder Hernando, Juan und Gonzalo zu Verwaltern ein. An der Pazifikküste gründete er die Stadt Lima, die verkehrstechnisch viel günstiger lag und das Verwaltungszentrum der Kolonie werden sollte. Im gleichen Jahr konnte Manco Cápac II. aus seiner Gefangenschaft fliehen und organisierte einen groß angelegten Aufstand. Mit über 100.000 Mann marschierte er gegen Cusco und belagerte die Stadt mehrere Monate lang. Die Inkas besetzten die Festung Sacsayhuamán und unterbrachen die Verkehrsverbindung nach Lima, das auch selbst von ihnen bedroht wurde. Die zahlenmäßig hoffnungslos unterlegenen Spanier wurden beinahe zur Aufgabe der Kolonie gezwungen. Juan Pizarro kam 1536 bei der Belagerung ums Leben. Erst als der Inka große Teile seiner Armee zur Bewirtschaftung der Felder entlassen musste, konnten die eingeschlossenen Spanier Sacsayhuamán durch einen gewagten Ausfall zurückerobern. Die eilige Rückkehr Diego Almagros, der sich mit zahlreichen Soldaten auf einer Expedition nach Chile befand, führte die Wende herbei und ermöglichte die Niederwerfung des landesweiten Aufstands. Cusco wurde bei der Belagerung vor allem durch Brandgeschosse völlig zerstört und in den darauf folgenden Jahren im kolonialen Stil wieder aufgebaut, wobei die aus der Inkazeit stammenden Grundmauern und die alte Straßenführung allerdings weitgehend erhalten blieben.

 

Da Almagro selbst Ansprüche auf Cusco erhob, brach unmittelbar im Anschluss an die Niederschlagung des Inka-Aufstands der erste Bürgerkrieg unter den Konquistadoren aus. Im Verlauf der Auseinandersetzungen, die die Kolonie über ein Jahrzehnt lähmten und erneut an den Rand des Untergangs brachten, kamen sowohl Almagro und sein Sohn (1538 bzw. 1542 in Cusco hingerichtet) als auch sein Widersacher Francisco Pizarro (1541 in Lima ermordet) ums Leben. Auch Gonzalo Pizarro wurde 1548 in Cusco hingerichtet, wo er während seiner Rebellion gegen den 1546 ermordeten ersten Vizekönig von Peru residiert hatte. Der spanische Chronist Pedro de Cieza de León, der zusammen mit dem neuen Vizekönig Pedro de la Gasca nach Cusco kam und 1547 an der Schlacht von Jaquijahuana teilnahm, die zur Beendigung der Revolte führte, kehrte anschließend nach Spanien zurück und verbreitete in seinem Buch Crónica del Perú (1553) erste authentische Nachrichten über die Stadt und ihre Bewohner. Die Illustrationen zu diesem Buch sind allerdings realitätsferne Fantasiedarstellungen.

 

Mit der Neuorganisation der Kolonie unter königlicher Verwaltung nach den Bürgerkriegen trat Cusco seine einstige Bedeutung endgültig an die Hauptstadt Lima und die benachbarte Hafenstadt Callao ab und wurde zu einer zweitrangigen Kolonialstadt. Dennoch entstanden in dieser Zeit die historischen Bauwerke, die der Altstadt bis heute ihr Gepräge verleihen, darunter vor allem zahlreiche Kirchen.

 

In Cusco wurde 1572 auf Befehl von Francisco de Toledo der letzte Inka Túpac Amaru demonstrativ vor indigenem Publikum enthauptet, um die früheren Inka-Untertanen zu entmutigen. Ebenfalls in Cusco wurde 1781 nach einem gescheiterten Aufstand auch der indianische Rebellenführer José Gabriel Condorcanqui gevierteilt, der unter dem Namen „Túpac Amaru II.“ bekannt geworden war.

 

1650 wurde Cusco durch ein Erdbeben zerstört, doch die von den Inkas errichteten Grundmauern der Paläste und Tempel, die schon den Kriegszerstörungen standgehalten hatten, widerstanden dem Erdbeben.

 

1692 wurde die Universität von Cusco gegründet, eine der ältesten Universitäten Perus.

 

Während des Unabhängigkeitskriegs wurde Cusco 1820 zur Hauptstadt des letzten spanischen Vizekönigs José de la Serna, während in Lima bereits die Republik herrschte. Nach der Unabhängigkeit verkam Cusco, das vor 1820 noch ca. 40.000 Einwohner gehabt haben soll, immer stärker zur unbedeutenden Provinzstadt, da die spanische und kreolische Oberschicht abwanderte. 1876 wurden nur noch 18.370 Einwohner gezählt; nach dem für Peru katastrophalen Ausgang des Salpeterkriegs in den 1880er Jahren ging die Bevölkerung noch weiter zurück.

 

20. Jahrhundert

 

Als 1911 die auf einem Berg verborgene Stadt Machu Picchu entdeckt wurde, änderte sich die Bedeutung der Stadt. Cusco wurde zu einem Zentrum des wieder entstandenen Interesses an der indianischen Vergangenheit. Gleichzeitig entwickelte sich Cusco zum größten Touristenzentrum in Peru.

 

Ein neuerliches Erdbeben im Jahr 1950 zerstörte die wieder aufgebauten Kirchen und Häuser. Cusco wurde zu 90 % zerstört. Die erhalten gebliebenen Inka-Ruinen und die Innenstadt mit ihren Kolonialbauten wurden 1983 durch die UNESCO zum Welterbe erklärt.

 

Sehenswürdigkeiten

 

Kirchen

Die Kathedrale – Sie wurde von 1560 bis 1654 auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha erbaut.
La Compañía de Jesús – Die Kirche der Jesuiten wurde von 1552 bis 1668 auf den Grundmauern des Palastes von Huayna Cápac erbaut. Sie übertrifft die Kathedrale in Prunk und Schönheit, was damals zu einem Kirchenstreit führte.
La Merced – Die Klosterkirche wurde zwischen 1540 und 1600 errichtet. Hier befindet sich die 22 kg schwere, goldene Monstranz, die mit 1.518 Diamanten, über 600 Perlen und unzähligen Rubinen, Smaragden und anderen Edelsteinen verziert ist.
San Francisco – Eine Kirche mit geschnitztem Chor und Gemälden.
San Blás – Eine Kirche mit geschnitzter Kanzel. Die schönste Holzschnitzarbeit in Cusco.
San Sebastián – Eine barocke Kirche mit einer reichen ornamentalen Ausschmückung des Inneren.
Santo Domingo – In ihrem Inneren wurde durch das Erdbeben 1950 das Sonnenheiligtum Coricancha freigelegt.

 

Inkaruinen

Callejón de Siete Culebras – Die Gasse der sieben Schlangen. Einige Steine sind mit Schlangen verziert, die für die Inkas ein Symbol der Weisheit darstellten.
Calle Hatunrumiyoc (hatun rumiyuq: „mit dem großen Stein“) – Die Mauer des ehemaligen Palastes des Herrschers Inca Roca. Sie ist ein Beispiel für die Technik der fugenlosen Verblockung riesiger Steine. Der berühmteste Stein hat 12 Ecken.
Sonnenheiligtum Coricancha (Qurikancha) – Im Sonnentempel der Inka befinden sich schräge Mauern mit trapezförmigen Nischen und ein 20-eckiger Stein.

 

Museen

Das einstige Katharinenkloster in Cusco, heute ein Museum

Museo Inka – Stoffe, Keramik, Schmuck und Gebrauchsgegenstände, sowie Mumien und trepanierte Schädel aus der Inkazeit werden hier ausgestellt.
Museo Regional – Das Museum befindet sich im Inneren eines Palastes aus dem 17. Jahrhundert.
Museo de Historia Regional – Präkolumbische Gegenstände und Keramik der Kulturen Chavín, Mochica, Chimú und Nazca werden hier gezeigt.
Museo de Historia Natural – Eine Sammlung von Objekten aus dem regionalen Tier- und Vogelreich sind hier zu sehen.
Museo Monasterio de Santa Catalina de Siena. Es zeigt die Kultur der Frauenklöster im kolonialen Cusco und die wirtschaftliche Autonomie und intellektuelle Selbstbestimmung der Nonnen in einer männerdominierten Gesellschaft.
Museo Machupicchu Casa Concha – Eine Sammlung von Objekten aus Machu Picchu

 

Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung

Inkafestung Sacsayhuaman

Sacsayhuamán (od. Saksaywaman) – Eine Ruinenstätte, auch als Festung bezeichnet, die drei Kilometer oberhalb von Cuzco liegt.
Tambo Machay – Bad der Inka – Ein Wasserheiligtum, in dem sich das Wasser in Kanälen über vier terrassenförmige Ebenen ergießt.
Puca-Pucará (oder Puka Pukara) – Eine kleine Bergfestung mit Türmen, Behausungen und Treppen. U. a. Stützpunkt der Stafettenläufer der Inka (Nachrichtensystem).
Kenko (od. Q'enko, Ccenco) – Ein Festplatz mit einem riesigen, zerklüfteten Kalkstein. Eine glatte Spalte führt ins Innere des Felsens, wo vermutlich Tote für einen Mumienkult aufbereitet wurden. Auf dem Gipfel ein Stein zur Beobachtung der Sonnenwende. Eine schlangenförmige Rinne soll bei religiösen Ritualen für Trank- und Blutopfer verwendet worden sein.
Cristo Blanco – weiße Christusstatue über der Stadt, auf dem Hügel neben Sacsayhuamán.

 

Sehenswürdigkeiten in weiterer Umgebung

Inka-Terrassen bei Pisac
Ollantaytambo – Monolithen

Chinchero – kleine Ortschaft im Hochplateau NW von Cusco. Kirche aus kolonialer Zeit gebaut auf Inkaruinen. Sonntags findet in Chinchero ein Indiomarkt statt.
Tipón – Inkaruinen mit breiten Terrassen und funktionierenden Wasserkanälen im Osten der Stadt, nahe der Ortschaft Oropesa.
Pikillaqta – Ruinen aus der Wari-Kultur, im Osten der Stadt Cusco auf einem vorgezogenen Hügelzug an enger Stelle des Urubambaflusses (nahe dem Zusammenfluss mit dem Río Sapphi) gelegen, welches als natürlicher Pass ein strategisch wichtiger Ort war.
Valle Sagrado de los Incas (heilige Tal der Inkas) – fruchtbares Tal im Norden Cuscos, eine Gegend geprägt durch flache wenige Kilometer breite Schwemmgebiete zwischen steilen Felswänden, kleinere Ortschaften, Inkaruinen und umgeben von hohen Schneebergen. Besondere Sehenswürdigkeiten sind:

Urubamba – Hauptort der gleichnamigen Provinz. Der Fluss Urubamba bildet in diesem Talbereich das sogenannte Valle Sagrado.
Pisac – Eine ehemalige Inkastadt etwa 30 km von Cuzco entfernt mit Befestigungsmauer, Toren und Bastionen, einem riesigen Friedhof, unzähligen Terrassen und einem 16 m langen unterirdischen Gang.
Ollantaytambo – Eine Festung mit großer religiöser Bedeutung etwa 70 km von Cuzco entfernt. Die Festung wurde bis zum Eintreffen der Spanier nicht fertiggestellt. Davon zeugen sechs riesige Monolithen aus rotem Granit, die bis zu 50 Tonnen wiegen.

Machu Picchu – Die verborgene Stadt – Die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Perus.
Kreise von Moray – großer kreisförmiger Agrar-Experimentkomplex der Inkas, wo unter anderem Samen aus dem Amazonasgebiet gefunden wurden
.

 

Modernes Cusco

 

Touristen erreichen Cusco über den Flughafen oder mittels der zahlreichen Überlandbusse am Terminal Terrestre. PeruRail verbindet Cusco mit Puno und Machu Picchu.

Das moderne Cusco präsentiert sich gerne als eine Tourismus-Metropole. Tatsächlich ist der Tourismus die größte Einnahmequelle. Die Stadtverwaltung unternimmt gewaltige Anstrengungen, um dafür die notwendige Infrastruktur zu schaffen und die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. So hat sich das architektonische Stadtzentrum in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Folkloristische Aufführungen und ursprüngliche Lebensart sind in vielen Veranstaltungen und Lokalen zu erleben.

Zur Sicherheit der Besucher wurde eine eigene Touristen-Polizei eingeführt, die auch nachts patrouilliert.

 

Sport und Kultur

 

Neben verschiedenen speziell tourismusbezogenen Kulturanlässen finden verschiedene Anlässe für die Bevölkerung statt: Nebst kirchlichen Feiertagen (Señor de los Temblores – Herr der Beben, Weihnachtsmarkt, Karneval, Ostern und Corpus Christi – Fronleichnam) auch musikalische (z. B. Festival de la Cerveza) und sportliche Anlässe, wobei der bekannteste lokale Fußballclub Cienciano del Cusco sich in den letzten Jahren (seit 2001) zu einem international renommierten Verein (Gewinner der Copa Sudamericana 2003) gesteigert hat. Cusco besitzt Fußballstadien und ein geschlossenes Kolosseum für sportliche und kulturelle Anlässe.

 

Söhne und Töchter der Stadt

 

Manco Cápac II. (um 1500–1544), Inka-Herrscher nach der Eroberung des Inkareichs und der Ermordung Atahualpas durch die spanischen Conquistadores
Valentín Paniagua Corazao (1936–2006), peruanischer Übergangspräsident von 2000 bis 2001

 

Bild: Osmary Sanchez Ramirez

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