Chachapoyas

San Juan de la Frontera de los Chachapoyas

Chachapoyas (voller Name: San Juan de la Frontera de los Chachapoyas) ist die Hauptstadt der Region Amazonas, der Provinz Chachapoyas und des Distriktes Chachapoyas im Norden Perus.

 

  • Gründung und Geschichte

Gegründet wurde Chachapoyas am 5. September 1538 von Alonso de Alvarado, einem General Francisco Pizarros. Die allgegenwärtigen kleinen schwarzen Holzbalkone, die Aufteilung der Straßen in Cuadras, die Dächer mit den traditionellen Dachziegeln und die mit Bänken, Hecken, vielerlei Blumen und einem bronzenen Brunnen in der Mitte geschmückte Plaza zeugen davon, dass Chachapoyas das Zentrum der Kolonialherren in Nordostperu war, von dem aus die spanischen Eroberer ab dem 16. Jahrhundert ihre Expeditionen in das Gebiet des Amazonas begannen..

 

  • Feste und Brauchtümer

Die meisten Feste der Umgebung sind religiösen Ursprungs, so werden besonders die Patrone des Dorfes verehrt.

Mitte August findet jährlich das Fest der Stadtpatronin Virgen Asunta statt, es geht bis zum 15. August - Mariä Himmelfahrt. Dazu gibt es noch das "Festival del Guarapo", das Fest des Zuckerrohrmostes. Die Statue der Jungfrau Maria wird in diesen Tagen von Kirche zu Kirche getragen und auf dem Weg mit Musik und Konfetti von vielen Menschen begleitet. In jeder Kirche wird ein spezieller Altar für die Patronin gestaltet.

Am 6. Juni ist das Fest der "Pampas de Higos Urco" zum Gedenken an eine gewonnene Schlacht um die peruanische Unabhängigkeit.

 

  • Sehenswürdigkeiten

Pozo de Yanayacu

Der "Brunnen von Yanayacu" wurde der Legende nach an der Stelle gebaut, an welcher Toribio de Mogrovejo, zweiter Erzbischof von Peru, bei seinem Besuch in Chachapoyas mit seinem Wanderstock einen Felsen berührte. Im Moment der Berührung begann aus dem Fels eine Quelle zu sprudeln, welche mit ihrem Wasser die Trockenperiode, welche zu jener Zeit die Region quälte, beendete. Er befindet sich auf dem "Cerro Luya Urco" ca. einen km von der Plaza de Armas von Chachapoyas entfernt. Die Quelle, die noch heute aktiv ist, wird auch die "Quelle der Liebe" genannt.

 

Heiligtum der Virgen Asunta

Diese Kapelle ist im modernen Stil mit einigen kolonialen Einflüssen gebaut worden. Sie ist die Heimat der "Virgen Asunta", Patronin der Stadt Chachapoyas, deren Fest im August begangen wird. In dieser Kapelle, welche zum Altenheim von Chachapoyas gehört, befindet sich auch die Kleiderkammer der Statue der Jungfrau mit über 100 verschiedenen Kleidern und Schmuckstücken.

 

El Obispado-das Bischofshaus

Das Haus, in welchem Toribio Rodríguez de Mendoza geboren wurde, ist nun das Bischofshaus der Diözese Chachapoyas. Es ist ein uraltes Haus im typischen chachapoyanischen Kolonialstil. In seinem Inneren kann man antike Möbelstücke, Erinnerungsstücke der Bischöfe von Chachapoyas, eine alte Bibel und andere Stücke aus der Kolonialzeit sehen.

 

La Casona Monsante

Das Haus Monsante ist ein Monument, in dem die traditionelle chachapoyanische Architektur besonders gut erhalten ist. Früher benutzt, um Tabak zu trocknen, beherbergt es heute ein Hostel.

 

Pampas de Higos Urco

Seit einigen Jahren hat Chachapoyas eine eigene Universität, die Universidad Nacional Toribio Rodriguez de Mendoza, die sich nahe der Pampas de Higos Urco befindet, wo die chachapoyanische Bevölkerung am 6. Juni 1821 eine bedeutende Schlacht gegen die spanischen Kolonialherren gewannen, um anschließend über die „Straße des Triumphes“ in die Stadt einzuziehen und sich als Sieger feiern zu lassen.

 

Kathedrale

Chachapoyas ist Sitz der gleichnamigen Diözese. Da deren koloniale Kathedrale in den 70er Jahren bei einem Erdbeben zerstört wurde und infolgedessen vollständig abgerissen werden musste, stand in Chachapoyas, direkt an der kolonial geprägten Plaza de Armas, eine sehr moderne Kathedrale, die Tag für Tag von vielen hundert Gläubigen aufgesucht wird. Der Innenraum der Kirche ist - dem zweiten vatikanischen Konzil folgend - ganz um den Altar herum angeordnet, der den Mittelpunkt darstellt und von der Rückseite von einem weiteren Halbkreis begrenzt wird, an dem auch Kunstwerke der zerstörten Kathedrale zu finden sind. Die Kathedrale ist in Richtung Süden ausgerichtet. Im Westflügel befinden sich die Urnen mit der Asche ehemaliger Bischöfe von Chachapoyas, so die des 2006 verstorbenen z.B. Antonio de Hornedo Correa und von Octavio Ortiz Arrieta. Der Umbau der Kathedrale ist mittlerweile abgeschlossen. Die Fassade im Kolonialstil mit zwei charakteristischen Türmen wurde fertiggestellt.

 

  • Söhne und Töchter der Stadt

Toribio Rodríguez de Mendoza (* 1750 in Chachapoyas; † 1825 in Lima), Vordenker des peruanischen Unabhängigkeitsgedankens
Blas Valera (* 1545 in Chachapoyas), Jesuit, bekannt durch Niederschriften vorkolumbianischer Geschichte.
Hernán Rengifo (* 18. April 1983), aktiver Fußballprofi bei Omonia Nikosia und der Peruanischen Nationalmannschaft.

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