Allgemeines

Trotz einer städtischen Kultur und den bekannten steinernen Monumenten war die Inka-Kultur eine vorwiegend bäuerliche Zivilisation, die in einer jahrtausendealten Kulturlandschaft auf teilweise bereits seit Generationen entwickelten Agrar-, Kultur- und Herrschaftstechniken basierte, und die nur einer sehr kleinen, aristokratischen Herrschaftselite einen aufwendigen, städtischen Lebensstil ermöglichte.

 

Die Legitimität ihrer Macht beruhte nicht zuletzt darauf, Tribute und Arbeitsleistungen der ansonsten wirtschaftlich weitgehend autarken bäuerlichen Gemeinschaften zur Versorgung der von ihnen beherrschten Bevölkerung in den klimatisch, topographisch und vegetativ radikal unterschiedlichen Umweltzonen, zur Überbrückung bei den häufigen Überschwemmungen, Dürre- und anderen Katastrophen sowie für die Versorgung der Heere bei den häufigen Kriegszügen umzuverteilen. Zeichen von Mangel- oder gar Unterernährung während der Inka-Periode waren bei einer Studie an keinem untersuchten Leichnam festzustellen.

 

Die Inka sprachen Quechua (runa simi = „Sprache der Menschen“), verwendeten die Knotenschrift Quipu (Khipu), die nur Ziffern ausdrückte und die Tocapu-Muster, die in Textilien gewebt wurden und bei denen noch nicht sicher ist, ob es sich um eine Schrift handelte. Da die Inka kein Geld kannten, entwickelten sie auch keine Steuern im europäischen Sinn. Stattdessen entwickelten sie einen Beamtenstaat, der durch umfangreiche, exakte, statistische Aufzeichnungen alle Leistungen und Bedürfnisse, alle Ressourcen, Tributverpflichtungen und ihre Verteilung festsetzte und aufeinander abstimmte. Die für den Staat bestimmten Leistungen wurden deshalb durch streng im Kollektiv organisierte Arbeiten erbracht: Ein Drittel ihrer Arbeitszeit hatte die Bevölkerung für Inti, den Sonnenkult, ein weiteres Drittel für den Inka, also die herrschende Aristokratie und das Militär zu arbeiten. Das letzte Drittel ihrer Arbeitszeit ging zu Nutzen des Unterhalts ihrer Familie, der Alten, Kranken, Witwen, Waisen und Hilfsbedürftigen. Adel, Beamte und Priesterschaft verfügten über Privilegien, waren vom Feld- und Militärdienst und von jeglichen Staatsabgaben befreit. Der Adel durfte goldenen Schmuck tragen. Während Bauern etwa mit Erreichen des zwanzigsten Lebensjahrs zum Eingehen einer monogamen Ehe verpflichtet waren, durften Adlige in Polygamie leben.

 

Die Inka-Herrscher und insbesondere ihre Ahnen wurden neben dem Sonnengott Inti, dem Schöpfergott Viracocha und der Erdgöttin Pachamama als göttlich verehrt. Während allen übrigen Männern ausdrücklich verboten war, ihre Schwester, Mutter, Cousine, Tante oder Nichte zu heiraten, heiratete der Inka-König bei seinem Amtsantritt in Anspielung auf seine mythische Herkunft seine Schwester, die damit zur Quya (Coya), zur Königin wurde. Der Sapa Inka heiratete in der Regel neben seiner Schwester auch die Töchter wichtiger Fürsten der unterworfenen Gebiete. Sein zukünftiger Nachfolger wurde vom Inka nur unter den Söhnen der Coya ausgewählt, wobei er von zwanzig als Räte bezeichneten Verwandten beraten wurde und der Erstgeborene keinen höheren Anspruch auf die Nachfolge hatte.

 

Der Sapa Inka reiste in einer Sänfte durch sein Reich. Vor ihm durfte man nur barfuß erscheinen. Selbst höchste Würdenträger hatten sich dem Monarchen zum Zeichen ihrer Demut mindestens mit einer symbolischen Last zu nähern. Der Sapa Inka nahm bei Audienzen eine demonstrative Teilnahmslosigkeit ein, indem er seine Gesprächspartner nicht direkt ansprach. Er verbarg seine Person hinter einer Wand oder sein Gesicht hinter einem kostbaren Stoff. Auf dem Kopf trug er als Zeichen seiner königlichen Würde die Maskaypacha oder Maskapaycha, ein Band, das mit dem purpurroten Llawt'u (Llautu), einer langen Stirnquaste, versehen war. Seine kunstvoll gefertigten Gewänder trug er jeweils nur einmal. Die getragene Kleidung wurde ebenso wie seine Speisereste sorgfältig gesammelt und jährlich anlässlich einer großen Feier verbrannt.

 

Die Ingenieure, Straßen- und Brückenbauer leisteten angesichts der begrenzten technologischen Möglichkeiten beachtliche Arbeiten, was die 60 Meter lange Hängebrücke Q’iswachaka über den Río Apurímac, die 4000 Kilometer lange und 8 Meter breite Küstenstraße und die 5200 Kilometer lange und 6 Meter breite Andenstraße veranschaulichen. Unüberwindliche Felsen, so an steilen Wänden wie oberhalb von Pisac, wurden durch einen Tunnel überwunden. Auf den Straßen waren Chaski (Stafettenläufer) unterwegs, die Nachrichten an einem Tag bis zu 400 Kilometer weiterleiten konnten. Das gesamte Straßennetz der Inka besaß eine ungefähre Länge von 40.000 Kilometern und war damit größer als das römische. Es wurde fußläufig genutzt, da weder Reittiere noch Rad und Wagen bekannt waren. Die Architekten errichteten Repräsentationsbauten aus schweren, zyklopischen Granitsteinen, die sie verwinkelt fugenlos aneinander passten, und die die häufigen Erdbeben überwiegend unbeschadet überstanden (nicht jedoch die Zerstörungen durch die Spanier). Bogengewölbe waren ihnen unbekannt.

 

Die Inka führten bereits erfolgreiche Operationen am Schädel durch und verwendeten dazu die auch in Europa und Afrika von Steinzeitvölkern eingesetzte Trepanations- und die Schabetechnik. Werkzeuge und Waffen wurden aus Kupfer und Bronze hergestellt. Eisen war unbekannt. Sie beherrschten die Webkunst und stellten Kleidung aus feiner Vicuña- und Alpacawolle her. Es gab genaue Vorschriften über die Gestaltung der Ständekleidung. Die gefundenen keramischen Gegenstände weisen einfache, farbenfrohe Muster auf und besitzen nicht die Verspieltheit früherer Kulturen. Sie spielten auf der Okarina, einem Blasinstrument aus Ton, aber auch auf Quenas (qina), den Andenflöten aus Bambus, der aus Jaguar- oder Menschenknochen hergestellten Piruru oder der Pan- oder Hirtenflöte Antara, die aus Rohr oder gebranntem Ton gefertigt wurde und kleinen Bauchtrommeln bei ihren Feierlichkeiten und Festen. Gehäuse von Flügelschnecken (Strombus), Pututu genannt, die als Töchter des Meeres angesehen wurden, wurden bei kultischen Handlungen wie eine Trompete eingesetzt, um die Aufmerksamkeit der Apus, der Berggötter, auf die Not der Menschen zu lenken. Feste und religiöse Zeremonien waren von Musik und Tanz begleitet – Kunst war, wie im mittelalterlichen Europa, ritueller Ausdruck der Religion, erzählte von Kriegstaten und Heldenmut der Könige und curacas – kein l’art pour l’art.

 

Die großartigen Bauwerke, das weite Straßennetz und das vollendete Kunsthandwerk sind besonders bemerkenswert, da diese Kulturleistungen überwiegend mit menschlicher Muskelkraft, also ohne Rad oder Wagen, ohne Zugtiere wie Ochse und Pferd, ohne Flaschenzug, Töpferscheibe, Blasebalg, Zange und ohne Schrift vollbracht werden konnten.

 

Um eine für die Bedingungen des Hochgebirges riesige Zahl von Menschen zu versorgen und um Hungersnöten vorzubeugen, wurden im Verlauf von Jahrhunderten nahezu alle geeigneten Hänge in bewohnten Gebieten terrassiert und mit Kanälen bewässert. Fachleute (kamayuq) maßen in kreisrunden, exakt aus dem Felsen geschlagenen, unterschiedlich tiefen beckenförmigen Vertiefungen exakt die durchschnittliche Wassermenge und ihre Verdunstung. Neben präziser Wetterbeobachtung lieferte ihnen dies Daten über den Wind und bevorstehende Unwetter.

 

[Überschüsse aus den Tributleistungen wurden in speziellen Speichern gelagert, die vor Regen schützten, in denen der Wind zirkulierte und hierdurch vor Fäulnis schützte. In einigen Fällen wurden Kartoffeln „gefriergetrocknet“. Auf den hochgelegenen Terrassen wurden 20 Maissorten (sara), 240 Kartoffelarten, Bohnen, Quinoa, Amarant, Kürbis, Tomaten, Maniok, Paprika, Kakaobohnen, Avocados, Papayas, Erd- und Cashewnüsse sowie Maulbeerenpflanzen angebaut. Als Haustiere und Lasttiere hielten sie Lamas, Enten, Alpacas und das Meerschweinchen, letzteres hauptsächlich zum Verzehr (quechua: quwi, daraus spanisch cuy).

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Peru

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Peru - Land der Inkas

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